Ortsgemeinde Maßweiler

Neujahrsansprache 2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Gäste,

ich heiße Sie, auch im Namen meiner Beigeordneten Arnold Kölsch und Rochus Schwarz und allen Ratsmitgliedern zu unserem Neujahrsempfang in diesem Jahr herzlich willkommen. Schön, dass Sie sich die Zeit genommen haben, um gemeinsam mit uns auf das noch junge Jahr anzustoßen. Wir wünschen Ihnen allen ein erfolgreiches, gutes und gesundes Jahr 2020. Prost!

 

Traditionell möchte ich mich gleich zu Beginn meiner Ausführungen recht herzlich beim TUS Maßweiler insbesondere bei der Vorständin und unserem Gemeinderatsmitglied Nicole Rothaar-Hock für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die Organisation der Bewirtung bedanken. Die musikalische Umrahmung dieser Veranstaltung übernehmen die Felsensänger unter Leitung von Thomas Nickola. Auch an Euch herzlichen Dank für dieses ehrenamtliche Engagement. Freuen wir uns nach meiner Begrüßung und einem Grußwort auf die ersten Liedbeiträge der Felsensänger.


Bitte gestatten Sie mir zu Beginn einige Gäste namentlich zu begrüßen. Ich freue mich sehr, dass heute unsere 15. Marktgräfin Sickinger Land Jasmin I. unser Gast ist. Sie wird gleich nach meiner Begrüßung zu Ihnen sprechen.

 

Ich begrüße: ...

 

Jetzt darf ich um ein Grußwort unserer Marktgräfin Jasmin I bitten, danach hören wir die Felsensänger.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Gäste, ich darf kurz auf das Jahr 2019 zurückblicken und Ihnen sagen, dass fast alle Projekte, die ich eigentlich im letzten Jahr umsetzen wollte noch immer laufen, d.h. leider noch nicht abgeschlossen sind.

 

Die Umbaumaßnahmen für einen barrierefreien Zugang zu unserem Bürgerhaus und einige Renovierungsarbeiten sind derzeit in der Umsetzung, einige Gewerke wurden schon erledigt, weitere sind vergeben und andere werden in den nächsten Gemeinderatsitzungen noch beschlossen. Das Projekt ist mit einer Kostenschätzung in Höhe von knapp 168.000 € veranschlagt, Zuwendungen vom Ministerium des Innern und für Sport und der Daniel-Theyson-Stiftung wurden uns in Höhe von 127.500 € bewilligt. Ich muss gestehen, ich bin immer etwas zu schnell unterwegs. Sobald der Gemeinderat den Beschluss gefasst hat, denke ich, morgen geht`s los! Natürlich müssen dann noch Baugenehmigungen beantragt werden, die Mittel müssen bewilligt werden usw. Das dauert seine Zeit und deshalb werden solche Projekte nicht in einem halben Jahr einfach mal so erledigt. Dafür muss man Verständnis haben und Ruhe bewahren. An dieser Stelle darf ich unsere Verwaltung insbesondere die Bauverwaltung loben, die mich immer sehr gut berät und unterstützt. Das gilt auch für unseren Planer, der jetzt unter Mitwirkung der Bauverwaltung das Projekt final betreuen und umsetzen wird, natürlich unter Mitwirkung unseres Gemeinderates. Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle Thomas Peifer, der ganz intensiv bei der Beschaffung von Zuschüssen mitgewirkt hat. Ich freue mich, wenn demnächst unser Bürgerhaus in neuem Glanz erstrahlt!

 

Unser Baugebiet auf der Gries ist derzeit im Umlegungsverfahren. Das Baugebiet wurde vermessen, die Grundstücksgrößen stehen fest. Leider wurde gegen einen Grenzpunkt Widerspruch eingelegt, sodass das Verfahren noch drei Wochen bis Ende Februar laufen wird. Insgesamt hinke ich zwar auch hier meiner persönlichen Zeitplanung hinterher, hoffe aber, dass wir relativ zeitnah die Bauplatzaufteilung abschließen und mit der Erschließung des Baugebiets beginnen, sodass in naher Zukunft baureife Grundstücke zur Verfügung stehen.

 

Ebenso wollte ich im vergangenen Jahr die Friedhofsmauer an der zweiten Wasserstelle neu aufbauen und die Wasserleitung neu verlegen. Auch hier wurden uns 36.000 € Zuschussmittel bewilligt, die wir nun in diesem Jahr in Anspruch nehmen werden. Die Maßnahme konnten wir im Dezember 2019 beginnen und derzeit laufen die weiteren Planungen. Sobald es das Wetter zulässt, wird die Wasserleitung von der Rosenhofstraße in den Friedhof neu hergestellt. Die mittlere Wasserstelle werden wir in die Mitte des Friedhofes verlegen, weil an dieser Stelle ein Ruheplatz mit Sitzgelegenheiten geplant ist.

 

Mit diesen drei Projekten aus dem letzten Jahr werden wir uns in jedem Fall noch in diesem Jahr intensiv beschäftigen.

 

Neu dazu kommt sicherlich der Ausbau der L476 (Fausterberg), der bereits im April beginnen soll. Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren und ich bin gespannt, wer den Ausbau übernimmt. Wie Sie ja bestimmt schon gehört oder gelesen haben, wird am Denkmal ein Kreisel gebaut der sicherlich zur Verkehrsberuhigung in diesem Bereich beitragen wird. Die Planungen des Ausbaus laufen ja schon seit 2010 und ich bin mit dem Ergebnis voll und ganz einverstanden. Gerade am Denkmal ist es schon oft zu gefährlichen Verkehrssituationen gekommen. Gott sei Dank ist bisher nichts Schlimmes passiert. Darum sollten wir alle froh sein, wenn dieser Verkehrsknotenpunkt mit sechs Straßen nun als Kreisel ausgebaut wird. Zumal sich in diesem Bereich zwei Bushaltestellen befinden. Die L476 wird in Ihrer gesamten Länge etwas breiter werden und Gefahrenstellen, wie Beispielsweise an der Einfahrt zur Fabrikstraße, werden durch die neue Modellierung des Geländes vor dem Anwesen Zimmermann entschärft. Die Straße ist in einem derart schlechten Zustand, dass wir die Unannehmlichkeiten der Umwege, die wir zwangsläufig fahren müssen, hoffentlich gelassen in Kauf nehmen. Voraussichtlich werden je nach Ausbaustufe Teile der Straße voll gesperrt. Die Nutzung des Wirtschaftsweges im Winkel wird aus jetziger Sicht nicht möglich sein. Im Übrigen liegt die Planung der Verkehrsführung in der Verantwortung von Ordnungsamt, Polizei und LBM und das ist auch gut so. Hier entscheiden Menschen, die über weitreichende Erfahrungen und Kenntnisse bei diesen Verkehrsprojekten verfügen. Ja und meinen lieben Kollegen Peter Roschy bitte ich schon jetzt um Verständnis wegen des dann erhöhten Verkehrsaufkommens in Rieschweiler-Mühlbach.

 

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der L476 werden unsere Werke Kanalsanierungen im Bereich des Denkmals durchführen müssen. Unser Werkleiter Joachim Becker hat mich informiert, dass er den Kanal in der Waldstraße komplett erneuert. Derzeit liegt der Kanal außerhalb der Straße, praktisch in den Vorgärten der Anlieger. Für uns als Gemeinderat war klar, dass wir dann auch die Waldstraße neu ausbauen. Die Waldstraße ist ca. 100 m lang. Ca. 50 Meter werden schon durch den Ausbau des Kreisels erneuert, sodass wir die weiteren 50 m ebenfalls ausbauen. Die Planung wurde im Gemeinderat bereits einstimmig beschlossen. Ebenso wollen wir im Rahmen einer Ergänzungssatzung zwei Bauplätze auf der derzeitigen Landwirtschaftsfläche in der Waldstraße erschließen. Dann wäre die Waldstraße auf der gesamten Länge beidseitig bebauungsfähig. Auch dieses Verfahren haben wir bereits auf den Weg gebracht.

 

Neben diesen doch sehr großen Herausforderungen dürfen wir allerdings auch die alltäglichen Aufgaben wie das Pflegen der gemeindeeigenen Flächen nicht vergessen. Unsere sehr fleißigen Gemeindearbeiter leisten hier immer und immer wieder herausragende Leistungen, dafür möchte ich mich auch im Namen der Beigeordneten recht herzlich bedanken.

 

Im letzten Jahr habe ich ausführlich über die Wichtigkeit unserer Vereine für unser Dorf gesprochen. Auch in diesem Jahr finden wieder neben der Verfolgung der Vereinsziele viele Festlichkeiten statt, die unsere Dorfgemeinschaft bereichern und uns immer wieder viele schöne Stunden in gemütlicher Runde bescheren. Darauf wollen und dürfen wir nicht verzichten. Besuchen Sie wann immer es passt diese toll organisierten Feste. Wir hören nachher noch Grußworte der Vereine TUS, TC, OGV und Tierart. Unsere größten Vereine nämlich Tierart und der Golfclub haben natürlich überregionale Bedeutung. Und Tierart ist mittlerweile eine gemeinnützige GMBH, also ein Unternehmen. Herr Eiserloh ist hier und wird nachher noch von dem Fortschritt des Projektes Tiere im Krieg und der Nutzung der Bunkeranlage berichten. Durch diese Vereine gewinnt Maßweiler weltweite Aufmerksamkeit. Im übrigen wird Frau Bour, Vorsitzende des Vereins Tierart e.V., am 05.02 der Tierschutzpreis des Landes Rheinland/Pfalz in Mainz verliehen. Zu diesem Anlass bin ich als Ortsbürgermeister eingeladen.

 

Einen Verein nämlich den Förderverein des Kindergartens möchte ich in diesem Jahr besonders erwähnen. Im Dezember wurde mit Unterstützung des Elternbeirats und der Kita-Leitung eine Projektplanung Biosphäre Heimat auf unserem Kindergartengelände auf den Weg gebracht. Darunter versteht man einen Barfußpfad um die Sinneswahrnehmung zu stärken, Insektenhotels und Nistkästen, Steinhügel für Eidechsen, Haselnusssträucher und ein Nussbaum für Eichhörnchen, eine Baustelle für Naturmaterialien, ein grünes Klassenzimmer aus Robinienholz, ein Hochbeet zum Bepflanzen mit Blumen und Kräutern, ein Weidetipi zum Verstecken und eine kleine Wildblumenwiese. Wir alle merken, dass sich unsere Umwelt verändert. Darüber wird mittlerweile jeden Tag berichtet und es spaltet unsere Gesellschaft, weil teilweise extreme Meinungsunterschiede herrschen. Trotzdem merken wir alle, ob wir wollen oder nicht, dass Veränderungen stattfinden und dies direkt vor unserer Haustür und klar ist auch, so kann es nicht weitergehen. Ich halte deshalb dieses Projekt für sehr sinnvoll, weil wir schon in unserer Kita das Bewusstsein für unsere Umwelt schärfen. Wir jedenfalls werden das Projekt voll und ganz unterstützen. Zuschussanträge laufen und uns wurde großzügige Unterstützung signalisiert. Wohlgemerkt ein Projekt das vom Förderverein durchfinanziert ist und uns kein Geld kostet. Vielen Dank an die Initiatoren dieses Projektes.

 

In ähnlicher Richtung ist unser Beigeordneter Rochus Schwarz unterwegs. Wir haben mittlerweile 500 Sträucher an einem Feldrand gepflanzt um unserem Niederwild Schutzmöglichkeiten zu bieten. Ebenso werden wir ganz gezielt die Blühstreifen an den Feldrändern und die Feldgehölze erhalten. Selbstverständlich kümmern wir uns auch um die Reparatur und das Freischneiden der Wirtschaftswege. Wir werden aber auch weitere gemeindeeignen Flächen als Blühwiesen und Streuobstwiesen herstellen und ausweisen. Wir stellen uns dem Schutz unserer Natur und werden dazu unsere Beiträge leisten, in dem Zusammenhang dürfen wir unser großes Waldrefugium am Kaltenacker erwähnen. Arnold Kölsch leistet ähnliches im Dorf, neben unserer Linde 2.0, wie er so schön sagt, wurden weitere Bäume im Friedhof gepflanzt und werden noch weitere Bäume am Sportplatz gepflanzt. Dort musste er allerdings aus Sicherheitsgründen auch einige Bäume fällen.

 

Gerne möchte ich noch ein Projekt erwähnen, dass mir auch sehr am Herzen liegt. Heini Semmet hat mit Unterstützung des Bürgervereins ja schon einige Bilderausstellungen organisiert, die immer sehr gut besucht wurden. Es wurden alte Erinnerungen geweckt und viele Anekdoten aus der Vergangenheit erzählt. Jetzt meine Bitte an Sie, sollten Sie noch alte Bilder von ihren Eltern haben, auf denen Häuser und Straßen usw. zu sehen sind, die es so schon nicht mehr gibt, lassen Sie es Heini Semmet wissen, er holt die Bilder bei Ihnen ab, scannt sie und bringt Sie Ihnen anschließend wieder unbeschadet zurück. Falls die Bilder fest in ein Album eingeklebt sind, keine Angst, es geht nichts kaputt. Helfen Sie mit, Maßweiler von früher in Erinnerung zu behalten. Vielleicht werden wir unter Führung von Heini Semmet eine Chronik rund um die Maßweilerer Dorfgeschichte erstellen, dafür brauchen wir aber auch Input von unseren ältesten Mitbürgern. Eine Bilderausstellung soll es auch in diesem Jahr wieder geben. Vielen Dank an den Bürgerverein und Heini Semmet.

 

Ebenso möchte ich mich bei Sabine Lenhard bedanken. Sie ist die Initiatorin der Adventsfenster-Aktionen in Maßweiler. Im Jahr 2018 hat Sie spontan mit Ihrer Familie ein sehr gut besuchtes Adventsfenster organisiert. Der Erlös wurde unserem TUS für den Ausbau des Sportplatzes gespendet. 2019 hatten wir schon 10 Adventsfenster Aktionen, zusätzlich die vier sehr gut besuchten Auftritte der Felsensänger, die ja schon seit 13 Jahren jeweils an den Adventssamstagen singen und die erstmals organisierte Hofweihnacht bei Familie Fischer auf dem Hitscherhof. Herzlichen Dank an Dich liebe Sabine und natürlich an deine Familie für Euer Engagement in dieser Sache. Ebenso gilt unser Dank allen teilnehmenden Familien. Vielleicht schaffen wir es in diesem Jahr den Adventskalender zu füllen.

 

Am Ende meiner Ausführungen möchte ich noch auf die Wahl im letzten Jahr zu sprechen kommen. Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, haben mich und mein Team mit großer Mehrheit wieder gewählt. Dafür möchte ich mich auch im Namen meiner Mitstreiter recht herzlich bedanken. Ich sehe dies als Anerkennung für die Leistungen, die wir in den vergangenen fünf Jahren für unser Dorf erbracht haben und ich verspreche Ihnen, dass wir auch in den nächsten fünf Jahren mit großem Engagement für unser Dorf arbeiten werden. Sie alle wissen, dass die Zusammenarbeit im Gemeinderat in den letzten fünf Jahren sehr schwierig war. Jetzt sind neue Mitglieder in unser Gremium gewählt, die sich einbringen und konstruktiv mitarbeiten, dies gibt mir Anlass zu Optimismus was die nächsten Jahre betrifft.

 

Mittlerweile haben wir den Beigeordneten Arnold Kölsch und Rochus Schwarz eigene Geschäftsbereiche übertragen. Arnold kümmert sich um die Grünanlagen im Ort, den Bauhof mit allen Gemeindearbeitern und ist mein Vertreter im Amt. Rochus ist für die gesamte Fläche außerhalb der Ortsgrenzen verantwortlich. Vielen Dank Euch beiden für die tolle Unterstützung und die gute Zusammenarbeit.

 

Lassen Sie uns nun alle das Glas erheben, seien Sie glücklich und zufrieden und helfen Sie mit, dass Maßweiler so bleibt wie es ist. Ein liebenswertes, schönes Dorf mit netten, fröhlichen Menschen.

 

 

Mein Motto für dieses Jahr lautet deshalb:

Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag! Prost!

 

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. 

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