Ortsgemeinde Maßweiler

Rede zum Volkstrauertag 2022

 

Liebe Gemeinde,

 

nach dem wir im letzten Jahr wegen der weltweiten Corona-Pandemie nur eine stille Kranzniederlegung hatten, sind wir heute wieder zusammengekommen, um allen Toten der sinnlosen Kriege in Trauer zu gedenken. In erster Linie galt der Volkstrauertag unseren Gefallenen Soldaten des ersten Weltkrieges. Damals, vor über hundert Jahren, starben über 17 Millionen Menschen an den Folgen des Krieges. Wir schließen längst in unsere Trauer die Toten aller Kriege und Terroranschläge mit ein. Und wir trauern um die Toten, die von Gewaltherrschern missbraucht werden um ihre verbrecherischen Ziele zu erreichen. Was damals kaum wahrgenommen wurde und während der Kriegshandlungen nicht öffentlich propagiert werden durfte, war der Ausbruch einer Epidemie namens „Spanischer Grippe“. An dieser furchtbaren Viruserkrankung starben in der Zeit von 1918 bis 1920 mehr Menschen als in diesem furchtbaren Weltkrieg. In Deutschland wurde die Krankheit auch Blitzkatarrh oder Flandernfieber genannt. Der Name deshalb, weil Soldaten in den Schützengräben daran erkrankten und viele starben. Damals wie heute gab es Verschwörungstheoretiker, die den Kriegsführenden unterstellten, dass das Virus der Ausfluss des erstmals von Deutschland eingesetzten Giftgases war, was natürlich nicht stimmte.
Wenn wir also heute hier stehen und am Volkstrauertag den Toten gedenken, dann müssen wir eigentlich alle Menschen einschließen, die in Folge der sinnlosen Kriege durch Waffengewalt oder Hunger und Krankheit gestorben sind. Seit Anfang 2020 wird die Welt wieder von einer sehr gefährlichen Viruserkrankung beherrscht. Das Coronavirus grassiert in über 190 Ländern und hat mittlerweile 5 Millionen Tote zur Folge. Im Gegensatz zu der spanischen Grippe 1918 haben wir heute in vielen Teilen der Welt eine bessere Informationspolitik und bessere hygienische Verhältnisse und können so erfolgreich gegen das Virus ankämpfen. Natürlich gibt es auch Länder auf die dies nicht zutrifft oder die sich im Krieg befinden und diesem Virus gnadenlos ausgeliefert sind. Und es gibt heute wie damals Verschwörungstheoretiker, die die Bekämpfung des Virus, aus welchen Gründen auch immer, behindern. Wir haben weltweit ausgezeichnete Gesundheitssysteme und so auf viele schwere Krankheiten Lösungen gefunden. Die Lebenserwartung der Menschen ist gestiegen und trotzdem zweifeln Menschen an den Impfstoffen gegen Covid19. Wir leben in einer globalen Welt, in der wir mit unserem Verhalten Rücksicht nehmen sollten auf die wechselseitige Abhängigkeit in der Gesellschaft. Überall wo dies nicht der Fall ist und gar in Gewalt ausartet, entstehen manchmal sogar Kriege. Warum erzähle ich Ihnen das? Weil heute ein Tag ist an dem wir trauern, trauern um die vielen toten Menschen in aller Welt. Aber vielleicht können wir ja aus der Trauer, auch wenn es sprachgeschichtlich nicht korrekt ist, uns trauen, darauf vertrauen und hoffen, dass wir mit den Maßnahmen und Impfstoffen, die richtigen Werkzeuge gegen diese Pandemien und Konflikte finden. Und wir mit unserem Verhalten alle Menschen überzeugen, die jetzt noch zweifeln. Und vielleicht nehmen wir den heutigen Tag zum Anlass, all den Menschen zu helfen, die wegen politischer Sanktionen instrumentalisiert werden, wie wir dies zurzeit an der belarussischen Grenze erleben. Wo Menschen, insbesondere Frauen und Kinder, voller Hoffnung auf ein besseres Leben von einem Despot an die Grenze verbracht werden um in ein friedliches, helfendes Europa zu gelangen. Und wo wir keine Antwort finden, außer das wir Zäune bauen und die Menschen ihrem Schicksal überlassen!
Dies, liebe Gemeinde, erscheint mir heute die niederträchtigste Abart der modernen Kriegsführung zu sein. Und all die Menschen, die dabei ihr Leben verlieren, weil Sie einerseits schutzlos dem Virus oder anderseits der gnadenlosen Kälte ausgeliefert sind, sollten wir heute genauso betrauern, wie die Menschen der vergangenen Kriege.

 

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass wir gemeinsam eine Lösung finden, dass allen Ländern im Kampf gegen Corona geholfen wird und das wir Konflikte friedlich und nachhaltig lösen und nicht auf dem Rücken armer Menschen austragen.

Danke

Rede zum Volkstrauertag 2021

 

Liebe Gemeinde,
nach dem wir im letzten Jahr wegen der weltweiten Corona-
Pandemie nur eine stille Kranzniederlegung hatten, sind wir
heute wieder zusammengekommen, um allen Toten der
sinnlosen Kriege in Trauer zu gedenken.
In erster Linie galt der Volkstrauertag unseren Gefallenen
Soldaten des ersten Weltkrieges. Damals, vor über hundert
Jahren, starben über 17 Millionen Menschen an den Folgen des
Krieges. Wir schließen längst in unsere Trauer die Toten aller
Kriege und Terroranschläge mit ein. Und wir trauern um die
Toten, die von Gewaltherrschern missbraucht werden um ihre
verbrecherischen Ziele zu erreichen.
Was damals kaum wahrgenommen wurde und während der
Kriegshandlungen nicht öffentlich propagiert werden durfte, war
der Ausbruch einer Epidemie namens „Spanischer Grippe“. An
dieser furchtbaren Viruserkrankung starben in der Zeit von
1918 bis 1920 mehr Menschen als in diesem furchtbaren
Weltkrieg. In Deutschland wurde die Krankheit auch
Blitzkatarrh oder Flandernfieber genannt. Der Name deshalb,
weil Soldaten in den Schützengräben daran erkrankten und
viele starben. Damals wie heute gab es Verschwörungs-
theoretiker, die den Kriegsführenden unterstellten, dass das
Virus der Ausfluss des erstmals von Deutschland eingesetzten
Giftgases war, was natürlich nicht stimmte.
Wenn wir also heute hier stehen und am Volkstrauertag den
Toten gedenken, dann müssen wir eigentlich alle Menschen
einschließen, die in Folge der sinnlosen Kriege durch
Waffengewalt oder Hunger und Krankheit gestorben sind.
Seit Anfang 2020 wird die Welt wieder von einer sehr
gefährlichen Viruserkrankung beherrscht. Das Coronavirus
grassiert in über 190 Ländern und hat mittlerweile 5 Millionen
Tote zur Folge. Im Gegensatz zu der spanischen Grippe 1918
haben wir heute in vielen Teilen der Welt eine bessere
Informationspolitik und bessere hygienische Verhältnisse und
können so erfolgreich gegen das Virus ankämpfen. Natürlich
gibt es auch Länder auf die dies nicht zutrifft oder die sich im
Krieg befinden und diesem Virus gnadenlos ausgeliefert sind.
Und es gibt heute wie damals Verschwörungstheoretiker, die
die Bekämpfung des Virus, aus welchen Gründen auch immer,
behindern.
Wir haben weltweit ausgezeichnete Gesundheitssysteme und so
auf viele schwere Krankheiten Lösungen gefunden. Die
Lebenserwartung der Menschen ist gestiegen und trotzdem
zweifeln Menschen an den Impfstoffen gegen Covid19. Wir
leben in einer globalen Welt, in der wir mit unserem Verhalten
Rücksicht nehmen sollten auf die wechselseitige Abhängigkeit
in der Gesellschaft. Überall wo dies nicht der Fall ist und gar in
Gewalt ausartet, entstehen manchmal sogar Kriege.
Warum erzähle ich Ihnen das? Weil heute ein Tag ist an dem
wir trauern, trauern um die vielen toten Menschen in aller Welt.
Aber vielleicht können wir ja aus der Trauer, auch wenn es
sprachgeschichtlich nicht korrekt ist, uns trauen, darauf
vertrauen und hoffen, dass wir mit den Maßnahmen und
Impfstoffen, die richtigen Werkzeuge gegen diese Pandemien
und Konflikte finden. Und wir mit unserem Verhalten alle
Menschen überzeugen, die jetzt noch zweifeln.
Und vielleicht nehmen wir den heutigen Tag zum Anlass, all den
Menschen zu helfen, die wegen politischer Sanktionen
instrumentalisiert werden, wie wir dies zurzeit an der
belarussischen Grenze erleben. Wo Menschen, insbesondere
Frauen und Kinder, voller Hoffnung auf ein besseres Leben von
einem Despot an die Grenze verbracht werden um in ein
friedliches, helfendes Europa zu gelangen. Und wo wir keine
Antwort finden, außer das wir Zäune bauen und die Menschen
ihrem Schicksal überlassen!
Dies, liebe Gemeinde, erscheint mir heute die niederträchtigste
Abart der modernen Kriegsführung zu sein. Und all die
Menschen, die dabei ihr Leben verlieren, weil Sie einerseits
schutzlos dem Virus oder anderseits der gnadenlosen Kälte
ausgeliefert sind, sollten wir heute genauso betrauern, wie die
Menschen der vergangenen Kriege.
Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass wir gemeinsam eine
Lösung finden, dass allen Ländern im Kampf gegen Corona
geholfen wird und das wir Konflikte friedlich und nachhaltig
lösen und nicht auf dem Rücken armer Menschen austragen.
Danke

Neujahrsansprache 2023

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Gäste

 

unser letzter Neujahrsempfang war am 26.01.2020, liegt also bereits 3 Jahre zurück und

die Gründe, weshalb wir uns nicht treffen konnten und durften, sind Ihnen bekannt.
Wir leben in einer Zeit, in der täglich Millionen Menschen weltweit verreisen.
Entfernungen spielen schon lange keine Rolle mehr und dies hat natürlich zur
Folge, dass Krankheiten den gesamten Erdball erfassen. Dies mussten wir
Anfang 2020 genauso erleben. Eine Infektionskrankheit hat sich blitzschnell in
der ganzen Welt verbreitet und zu sehr hohen Erkrankungszahlen mit zum Teil
sehr schweren Krankheitsverläufen und Sterbefällen geführt. Eine Pandemie
wie wir sie zuletzt vor einhundert Jahren hatten.
Die Folge dieser Pandemie waren Kontaktverbote und Reisebeschränkungen
bis hin zu Quarantäne Isolationen. Maßnahmen, die im Rahmen unseres
Infektionsschutzgesetzes und unter fachlicher Beratung qualifizierter Stellen,
durch Bund und Länder erlassen wurden. Bezogen auf unseren Ort, darf ich
feststellen, dass wir mit der Umsetzung dieser Maßnahmen sowohl in der Kita
als auch im öffentlichen Bereich keinerlei Probleme hatten. Im Großen und
Ganzen folgten unsere Bürgerinnen und Bürger den vorgegebenen
Maßnahmen und haben sich vorbildlich verhalten. Dafür möchten wir uns bei
Ihnen allen recht herzlich bedanken.
Als das Ende dieser Pandemie bereits absehbar war, überfiel Russland im
Februar letzten Jahres in einem Angriffskrieg die Ukraine. Dies führte zur
nächsten Krisensituation mit steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten,
was wir bis heute bei jedem Einkauf spüren.
Viel schlimmer als steigende Preise und knappe Energieträger, ist das
unvorstellbare Leid und die Trauer um die vielen toten Menschen, die in
diesem Krieg sinnlos sterben müssen. Bemerkenswert ist die sehr große
Hilfsbereitschaft unserer Bürgerinnen und Bürger, die nicht nachlässt und für
die leidende Bevölkerung in der Ukraine sehr wichtig ist. Wir können nur
hoffen, dass der Krieg bald enden wird und die Verbrecher und Verursacher des
Überfalls zur Rechenschaft gezogen werden.
In engem Zusammenhang mit diesem Konflikt hören wir ständig Begriffe wie
Gasmangellage und Blackout-Szenarien, womit ich Sie jetzt nicht verunsichern
möchte. Aber natürlich können Sabotage-Anschläge oder sehr knappe
Energieressourcen zum Ausfall wichtiger Infrastruktureinrichtungen führen. Für

diesen unwahrscheinlichen Fall haben der Landkreis, unsere Verbands-
gemeinde und wir als Ortgemeinden Vorsorgemaßnahmen getroffen, über die
im Mitteilungsblatt ausführlich berichtet wurde. Und natürlich sollten Sie sich
in einer solchen Ausnahmesituation immer gegenseitig helfen und aufeinander
achten.
Leider nehmen in diesem Jahrzehnt die klimabedingten Katastrophen
dramatisch zu und das mussten im Jahr 2021 die Menschen im Ahrtal
schmerzlich erfahren. Über 180 Menschen verloren bei diesem
Unwetterereignis ihr Leben. Die Hilfsbereitschaft bei dieser Katastrophe war
einzigartig und dauert bis heute an. Wir müssen uns aber auch eingestehen,
dass der Klimawandel unaufhörlich voranschreitet und damit
Starkregenereignisse und Unwetterkatastrophen gefährliche Formen
annehmen. Das Beobachten auch wir in unserer Region zunehmend. Denken
Sie nur an die Feldbrände, die früher fast kaum vorkamen oder Erdrutsche, wie
vor einigen Jahren in Thaleischweiler. Deswegen müssen wir in der
Verbandsgemeinde und den Ortsgemeinden Vorsorgemaßnahmen treffen, dass
wir solche Ereignisse, soweit es möglich ist, abfedern und größere Schäden
vermeiden. Mit dem Ingenieurbüro Dilger arbeiten wir zurzeit in allen Orten
der Verbandsgemeinde an einem Hochwasserschutzkonzept. Eine
Ortsbegehung hat bereits stattgefunden und es wurden kritische Stellen
markiert und Schwachpunkte ermittelt. In einer Bürgerversammlung wurden
diese Feststellungen nochmals diskutiert. Erste Vorschläge, was man tun oder
beachten sollte, werden wir Ihnen im ersten Halbjahr 2023 in einer weiteren
Bürgerversammlung vorstellen und beraten.
Als wir 2020 in das neue Jahrzehnt gestartet sind und uns alle gegenseitig viel
Glück und Erfolg gewünscht haben, wussten wir nicht, wie schwierig und steinig
unsere Wege in den folgenden Jahren sein werden. Rückblickend dürfen wir
feststellen, dass wir bis heute die Krisen eigentlich ganz gut gemanagt haben,
auch wenn die Entscheidungen teilweise heftig kritisiert wurden. Aber, wie das
so ist im Leben, weiß man erst am Ende des Weges, wo man falsch abgebogen
war. Trotzdem ist es wichtiger die gesteckten Ziele zu erreichen und aus den
Fehlern zu lernen, als ständig über die Irr- oder Umwege zu diskutieren.
In einem kurzen Rückblick will ich Ihnen nun die Projekte aufzählen, die wir
trotz der Krisen in den letzten drei Jahren erledigen bzw. beginnen konnten.
Die Umbaumaßnahmen an unserem Rathaus sind mittlerweile abgeschlossen.
Wir haben einen barrierefreien Zugang, eine behindertengerechte Toilette,
einen Fluchtweg im Obergeschoß, der uns den Erhalt der kath. Bücherei sichert,

und eine schalldämmende Decke eingebaut. Neben den Malerarbeiten im
Innen- und Außenbereich wurden auch die Treppenaufgänge erneuert und der
alte Schriftzug Rathaus aufgemalt. Das Projekt wurde mit knapp 130 T
gefördert und hat die Gemeinde insgesamt ca. 50 T€ gekostet.
Ein weiterer Schwerpunkt der letzten drei Jahre war der Ausbau der Landstraße
L476 oder, wie wir sagen, des „Fausterbergs. Im Juli 2020 wurde die
Maßnahme begonnen und am 30.10.2021 mit der Freigabe des Verkehrs
beendet. Im Laufe des letzten Jahres fanden dann noch kleinere Abschluss-
arbeiten statt. Unsere Kostenbeteiligungen waren die Herstellung der Gehwege
in den anliegenden Straßen, die durchgehenden Beleuchtungsanlagen und die
Anbindungen der einzelnen Straßen am Kreisel und der Fabrikstraße.
Insgesamt, darf man sagen, ist dieses Projekt gelungen und wir warten
natürlich auf den Ausbau zur L477, der eigentlich schon in der Gesamtplanung
enthalten war. Vielleicht habe ich die Verantwortlichen auf Seiten des LBM mit
meiner Forderung nach der Mitverlegung eines Leerrohres für den
Breitbandausbau so sehr verärgert, dass der weitere Ausbau nach hinten
verschoben wurde. Ich weiß es nicht, aber eines ist eindeutig feststellbar, diese
Verweigerung kostet uns Steuerzahler viel Geld. Während des Ausbaus der
L476 war bereits klar, dass die Grundschulen mittels Glasfaser erschlossen
werden. Das hat der damalige Projektkoordinator Breitbandausbau der
Kreisverwaltung, Herr Klaus Weber, dem LBM schriftlich am 20.08.2020
mitgeteilt. Trotz aller Gespräche und Einwände wurden keine Leerrohre verlegt
und damit gegen geltendes Recht verstoßen. Ende 2022 wurde ich dann durch
die Telekom in Kenntnis gesetzt, dass jetzt wegen der Anbindung der
Grundschule Maßweiler von Thaleischweiler aus Glasfaserkabel verlegt wird.
Der Verlegungsweg geht von der Faustermühle über den Mühlenwanderweg
Richtung Tierart durch den Wald im guten Tempel und durch die Feldwege bis
zur Einmündung Ringstraße. Dabei will man auf Teilstrecken Leerrohre, die in
70er Jahren verlegt wurden, nutzen. Wir sind mal gespannt, ob die noch
vorhanden und funktionstüchtig sind. Stellen Sie sich vor ein Jahr nach
Fertigstellung der Straße verlegen wir das Glasfaserkabel durch den Wald nach
Maßweiler. Ein Umweg der geschätzt weit mehr als 1 km lang sein dürfte. Die
Kosten hierfür werden wohl um ein Vielfaches höher sein als die Mitverlegung
eines Leerrohres entlang der L476. Wir können nur hoffen, dass die
Verantwortlichen beim LBM zukünftig mehr Weitsicht beim Ausbau der
Landstraßen in ihre Entscheidungen einfließen lassen und den gesetzlichen
Vorgaben entsprechend Leerrohre mitverlegen. Mehr muss man dazu nicht
sagen.

Im Rahmen der Ausbaumaßnahme L476 haben wir im Ortsgemeinderat
entschieden die Waldstraße, die in den Kreisel mündet, in ihrer gesamten
Länge auszubauen. Die Waldstraße war eine der ältesten Straßen im Dorf, mit
insgesamt nur 105 Metern Länge. 45 m davon wurden bereits durch die
Anbindung an den Kreisel erneuert. Also haben wir den gesamten Ausbau
inklusive des Kreuzungsbereichs Schulstraße beschlossen. Die Werke haben
den Kanal und die Wasserleitungen generalsaniert und wir haben die Straße
mit Gehwegen inklusive eines Leerrohres für den Breitbandausbau, wie
gesetzlich vorgegeben, wenn dies kein TK-Anbieter übernimmt, und eine
Straßenleuchte neu hergestellt. Die Plankosten betrugen 185 T€, das Projekt
wurde im letzten Jahr mit tatsächlichen Kosten in Höhe von 155 T€ erfolgreich
beendet. Außerdem konnten wir zwei neue Bauplätze erschließen, die sehr
wahrscheinlich noch in diesem Jahr bebaut werden. Einen Interessenten für
beide Bauplätze gibt es bereits.
Unser neues Baugebiet auf der Gries ist mit 10 bebaubaren Grundstücken
komplett erschlossen. Sehr erfreulich ist, dass drei junge Familien noch in
diesem Jahr ihre Häuser bauen. Die Plankosten für dieses Projekt wurden auf
374 T€ geschätzt, die tatsächlichen Kosten belaufen sich auf 340 T€. Die Straße
wurde ähnlich dem Griesweg mit beiderseitigen Gehwegen und am Ende mit
einem Wendeplatz ausgebaut. Die Straßenleuchten stehen jeweils auf den
Grundstücksgrenzen und auch in dieser Straße wurden Leerrohre mit
Hausanschlüssen für den Breitbandausbau verlegt.
Im Friedhof wurde die Wasserleitung von der Rosenhofstraße bis zur Mitte der
Anlage neu hergestellt und die beiden hinteren Wasserentnahmestellen daran
angeschlossen. Dafür mussten wir die mittlere Wasserentnahmestelle zentral
in die Mitte des Friedhofes verlegen. Diese Maßnahme war notwendig, weil die
alte Eisenleitung teilweise undicht war und entlang der Friedhofsmauer
angrenzend am Anwesen Gros verlief. Es wird vermutet, dass diese undichte
Leitung die Ursache unserer umgestürzten Mauer war. Aber erledigt, die Mauer
steht ja wieder. Die Holzplanken der Bänke im Bereich der Aussegnungshalle
haben wir ebenfalls erneuert.
Das Projekt „Biosphäre Heimat“ im Kindergarten wurde erfolgreich umgesetzt
und wird in diesem Jahr sicherlich sehr intensiv in der Kita-Betreuung genutzt.
An dieser Stelle sagen wir den Initiatoren des Projektes nochmals vielen, vielen
Dank. Das Projekt wurde mit Zuschüssen vom Land, von der Daniel-Theyson-
Stiftung und mit einem Festbetrag in Höhe von 7 T€ vom Förderverein des
Kindergartens unterstützt. Im Kleinkinderbereich haben wir zusätzlich
Marquisen installiert, um die Beschattung an sonnigen Tagen zu gewährleisten.

Die Küche im Kindergarten wurde umgebaut und mit einer Gewerbespül-
maschine ausgestattet. Wir kochen immer noch selbst und darauf sind wir sehr
stolz. Leider mussten wir aufgrund der gestiegenen Lebensmittelkosten die
Essenspreise nach 15 Jahren von 1,50 € auf 2,00 € erhöhen. Die letzten drei
Jahre waren für die Kita-Leitung und die Mitarbeiter eine große Heraus-
forderung. Durch die Pandemie mussten Notbesetzungen, Hygiene-
maßnahmen, Coronatests und vieles mehr organisiert und beachtet werden.
Trotzdem war unsere Kita bis auf ganz wenige Ausnahmen immer
betriebsbereit und die Eltern haben sich in der ganzen Zeit sehr kooperativ und
vorbildlich verhalten. Dafür möchten wir uns bei allen Eltern und unseren
Mitarbeitern recht herzlich bedanken. Unsere Kita-Leiterin Frau Ulrike
Schattner beging in dieser Zeit ihr 40jähriges Betriebsjubiläum, dass wir
natürlich coronakonform gefeiert haben. Nach ihrem Eintritt am 01 Juli 1980
wurde Ihr die Leitung des Kindergartens bereits 7 Jahre später, also 1987,
übertragen. Ende dieses Jahres wird Sie aufgrund ihres Altersteilzeitvertrages in
die Freistellungsphase wechseln und den Stab der Leitung weiterreichen. Die
Stelle hatten wir bereits ausgeschrieben und werden in der nächsten
Gemeinderatssitzung über diese Personalangelegenheit entscheiden. Ulrike
kann mit Stolz auf eine sehr erfolg- und abwechslungsreiche Zeit zurückblicken.
Wir werden die Stabübergabe und damit den Übergang in ihre Ruhephase in
Anerkennung ihrer langjährigen Leistungen gebührend würdigen.
Arnold Kölsch hat mit seinem Team die Grünflächen im Ort in einem schönen
Zustand gehalten. Am Brunnenplatz wurden die Beete mit Rosen und Stauden
bepflanzt und die Holzplanken der Bänke erneuert. Die Verkehrsinsel in der
Luitpoldstraße wurde ebenfalls neu bepflanzt und erstrahlt seitdem in neuem
Glanz. Hans Riedinger hat uns zwei alte Landwirtschaftsgeräte, die er
aufwändig renoviert hat, als Leihgabe für die zuvor genannte Verkehrsinsel und
die Ruhezone am Kälbling überlassen. Diese bieten uns einen schönen Anblick
und erinnern an längst vergangene Zeiten. Dafür lieber Hans, vielen Dank.
Die Bäume in der Luitpoldstraße mussten wir leider alle fällen, den Auftrag für
das Entfernen der Wurzelstöcke und die Pflasterarbeiten haben wir letztes Jahr
an die Firma Müller in Weselberg vergeben. Nach Rücksprache mit Herrn
Müller sollen die Arbeiten im Frühjahr stattfinden. Ende letzten Jahres konnten
wir in Abstimmung mit dem LBM endlich auch den Kreisel durch eine Fachfirma
bepflanzen lassen. Wir sind alle gespannt, wie es aussieht, wenn die
Vegetationsperiode beginnt und die Blumen und Stauden wachsen und blühen.
Kommen wir nun zum Ausblick der Projekte im Jahr 2023:

Mit UGG als Partner werden wir noch in diesem Jahr Glasfaser im gesamten Ort
verlegen. Einen Platz für den Hauptverteiler, kurz POP genannt, haben wir
bereits festgelegt. Ausgewählt wurde das Grundstück zwischen unserem
Sportheim und dem Feuerwehrhaus. Neben dem Hauptverteiler werden 14
weitere Standorte für die kleineren Verteilerkästen an den Gehwegen benötigt,
die ebenfalls schon definiert wurden. Von den Verteilerkästen gehen dann
Glasfaserkabel in jedes Haus an den sogenannten Hausübergabepunkt, dort
entsteht dann der optische Netzabschluss im Haus. Hier werden die
Lichtimpulse der Glasfaserleitung in elektrische Signale umgewandelt und
können mit ihrem Router verbunden werden. Bei allen Hausbesitzern, die
keinen Internetanschluss beauftragt haben, endet der Hausanschluss im
Gehweg und kann jederzeit auf eigene Kosten nachträglich ins Haus verlegt
werden. Im Gemeinderat wurden bereits alle notwendigen Beschlüsse gefasst,
jetzt warten wir auf den Termin des Ausbaus. Sobald dieser Termin bekannt ist,
werde ich Sie umgehend informieren. Schnelles Internet in jedem Haus wird in
jedem Fall unsere Orte in der Verbandsgemeinde attraktiver machen.
Im letzten Jahr haben wir die Renovierung der Außenfassaden der Garagen am
Rathaus begonnen. Die Vorarbeiten sind bereits erledigt, sodass mit den
Malerarbeiten im Frühjahr das Projekt erfolgreich beendet werden kann. Im
Anschluss an diese Garagen planen wir einen Mehrgenerationenplatz. Den
Auftrag dafür haben wir in der letzten Gemeinderatssitzung an unseren
Architekten Franz Peifer vergeben. Sobald die Planung abgeschlossen ist,
werden wir geeignete Zuschüsse prüfen und beantragen. Gleichzeitig werden
wir die Spielplätze am Hirschbusch und in der Thalstraße aufgeben und die
Flächen verkaufen. Beide Spielplätze werden kaum noch genutzt, weil mit dem
Spielplatz an der Grundschule, eine wesentlich bessere Alternative besteht.
Außerdem sind die Spielgeräte in der Thalstraße schon sehr alt. Im letzten Jahr
mussten wir diesen Spielplatz wegen erheblicher Mängel sperren. Wenn wir in
diesem Zusammenhang von Mängeln sprechen, sind nicht nur die Spielgeräte
gemeint, sondern in erster Linie die Sicherheitsvorschriften für den Betrieb
dieser Geräte, die im Laufe der Jahre immer strenger wurden.
Im Friedhof werden wir im Gemeinderat über alternative Bestattungsformen
wie beispielsweise Rasenurnengräber um die neu gepflanzten Bäume beraten.
Außerdem steht die Generalsanierung der Aussegnungshalle an. Das Bauwerk
ist mittlerweile in die Jahre gekommen und einige Mängel wie die undichten
Oberlichter, die defekten Fliesen und die von Wespennestern untergrabenen
Holzdecken müssen dringend erneuert werden. Ebenso werden wir die
Stromheizgeräte durch ein alternatives Heiz- und Kühlsystem ersetzen. Aus
diesen Gründen haben wir bereits im letzten Jahr ein Renovierungskonzept

erarbeitet und Zuschussanträge gestellt. Sobald die Mittel bewilligt werden,
gehen wir in die Umsetzung.
Und wie alle Orte in der Verbandsgemeinde, müssen auch wir uns überlegen,
wie wir aufgrund der exorbitant gestiegenen Energiekosten für Strom und
Heizöl Alternativen finden und umsetzen können. Eine Maßnahme nämlich die
60 restlichen Natriumdampflampen in Maßweiler auf LED umzubauen ist schon
beschlossen und wird unter Führung der Verbandgemeinde umgesetzt.
Trotzdem werden die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung um fast das
Dreifache steigen. Im letzten Jahr haben wir dafür ca. 15 T bezahlt. Die
Stromerhöhung der Pfalzwerke erfordert im Haushalt 2023 einen Planansatz
von 45 T€. Einsparpotenziale wie beispielweise die Abschaltung der Straßen-
beleuchtung in den Nachtstunden werden wir in jedem Fall diskutieren.
Darüber hinaus prüfen wir die Belegung unserer Dächer mit Fotovoltaik-
anlagen, um den Strombedarf in unseren Gebäuden zumindest teilweise zu
decken. Ebenso werden die Heizungsanlagen in allen Gebäuden auf mögliche
Alternativen überprüft. Für diese Maßnahmen haben Bund und Länder bereits
Zuschussmittel in Aussicht gestellt, die dann bei Bedarf beantragt werden.
Unser Beigeordneter Rochus Schwarz prüft zurzeit die Aufstellung von
Stromerzeugungsanlagen im Außenbereich. Geeignete Flächen müssen sowohl
die Netzverträglichkeit bei den Pfalzwerken als auch die Vorgaben der
Landesregierung in Bezug auf ertragsarme Grün- und Ackerflächen erfüllen.
Deshalb finden in naher Zukunft Gespräche mit Investoren statt, die dann die
Anfragen bei den zuständigen Stellen zum Betrieb dieser Anlagen übernehmen.
Als letztes Projekt steht die Planung des Ausbaus der Fabrikstraße auf unserer
Agenda. Diese mit Schwerlastverkehr belastete Straße ist mittlerweile so in
Mitleidenschaft gezogen, dass sich Reparaturen kaum noch lohnen. Wir
werden in diesem Jahr die Ausbauplanung auf den Weg bringen und im
folgenden Jahr mit dem Straßenausbau beginnen. Rheinland-Pfalz hat
gesetzlich die flächendeckende Einführung des wiederkehrenden Straßen-
ausbaubeitrags ab 01.01.2024 festgelegt. Aus diesem Grund werden wir in der
nächsten Sitzung eine Satzung über die Erhebung wiederkehrender
Ausbaubeiträge beraten und beschließen, da Ausnahmen nicht mehr gelten.
Die Fabrikstraße wird die erste Straße sein, die wir mit wiederkehrenden
Ausbaubeiträgen finanzieren.
Unser Haushaltsplan für die kommenden Jahre 2023 und 24 steht in der
nächsten Sitzung auf der Tagesordnung. Auf Vorschlag von Ratsmitgliedern

können noch weitere Projekte folgen, sofern die Finanzierung gesichert ist. Soll
heißen, dass der vorgestellte Ausblick nicht vollständig sein muss.
Wir bedanken uns bei unserem Ratsmitglied Markus Mutter und bei Lukas
Kölsch, die seit Jahren jeweils im Frühjahr mit freiwilligen Helfern eine
Müllsammelaktion organisieren. Leider gibt es immer wieder Menschen, die
einfach ihren Müll in der Natur entsorgen, obwohl fast alles problemlos in den
Wertstoffhöfen abgegeben werden kann. Danke an Euch und Eure Helfer, dass
Ihr unsere Gemarkung sauber haltet.
Unsere Vereine konnten im letzten Jahr wieder aktiver ins Vereinsleben
einsteigen und Feste organisieren und ich bin gespannt, was nachher von den
einzelnen Vereinsvorsitzenden berichtet wird. Wir können Euch nur wünschen,
dass alle Eure geplanten Veranstaltungen erfolgreich verlaufen und viele
Besucher kommen.
Lassen Sie uns nun das Glas erheben und mit uns auf das Jahr 2023 anstoßen.
Wir wünschen Ihnen Gesundheit und Glück und verbinden dies mit der
Hoffnung, dass irgendwann die Menschen in dieser Welt in Frieden
miteinander leben.


Deshalb ende ich heute mit dem Spruch:
Überall wo Liebe ist, ist der Ort, wo auch Friede ist! Prost!
Herzlichen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

 

Wir hören nun wieder unseren Chor mit zwei weiteren Liedern.
Im Anschluss daran wird unser Wehrführer Stefan Zwick über die Feuerwehr
und hoffentlich auch über den Bau des neuen Feuerwehrhauses berichten.

Rede zum Volkstrauertag 2023

 

Liebe Gemeinde, liebe Bürgerinnen und Bürger,
wir wollen heute, am Volkstrauertag, unseren gefallenen Soldaten aus den beiden
Weltkriegen gedenken. Dies ist der Grund, der uns jedes Jahr aufs Neue veranlasst, uns hier
an unserem Denkmal zu versammeln und Kränze niederzulegen.
Längst ist dieser Volkstrauertag ein Gedenktag für alle Opfer der Kriege, GewaltherrschaHen
und Terror auf der ganzen Welt geworden und er zeigt uns unmissverständlich, dass die
Völker dieser Erde weit davon enLernt sind, friedlich und tolerant miteinander und
nebeneinander leben zu wollen. Laut einer Studie wurden im Jahr 2022 363 kriegerische
Auseinandersetzungen gezählt. Unfassbar, dass dies in der heuSgen Zeit überhaupt noch
geschieht. Und warum kommt es immer wieder zu solchen Konflikten?
Auf der einen Seite werden Menschen in einer diktatorischen GesellschaH, in der eine Person
mit Gewalt seine HerrschaH ausübt, dazu gezwungen ein anderes Land anzugreifen und auf
der anderen Seite kämpfen Menschen, um ihr Hab und Gut zu verteidigen. Auf beiden Seiten
sind leider viele Opfer zu beklagen.
Oder es werden über Jahrzehnte Völker aufgehetzt wegen religiöser oder ethnischer
HerkunH Menschen zu verachten oder zu vernichten. Wozu dies führt, konnten wir am 07.
Oktober in Israel sehen. Und auch hier ist die Folge ein vernichtender Krieg gegen den Terror,
der ebenfalls viele, leider auch zivile Opfer fordert.
Die Verursacher dieser kriegerischen Auseinandersetzungen sitzen meistens zu Hause in
ihren luxuriösen Wohnungen und empfinden offensichtlich keinen Skrupel tagtäglich
Menschen für ihre unsinnigen, absurden Ziele in den Tod zu schicken. Ich stelle mir selbst
immer die Frage, warum machen Menschen das mit?
Warum lassen sich Menschen instrumentalisieren und opfern ihr Leben, um die starren und
einseiSgen Ideologien rücksichtsloser Herrscher gewaltsam durchzusetzen? Was wäre, wenn
alle Soldaten dieser Welt einfach ihre Waffen niederlegten und sich weigerten gegen ihre
Feinde zu kämpfen? Eine Utopie, die niemals eintreten wird. Trotzdem denke ich oH,
nachdem ich mir die schlimmen, kaum zu ertragenden Nachrichten aus den Kriegsgebieten
angehsehen habe, was müssen die Menschen dort ertragen. Was sind ihre Gedanken?
Letzte Woche las ich die Geschichte eines jungen Mannes aus einem der Kriegsgebiete, wie
er morgens nach dem Erwachen, dankbar dafür ist, noch zu leben. Danach bemüht er sich
den ganzen Tag um Trinkwasser und Essen um zu überleben. Er hat Sehnsucht nach dem
Leben vor dem Krieg, als er mit seiner Familie zusammen sein durHe, zur Schule gehen
konnte und mit Freunden das Kino besuchte. Ein Leben zwischen Hoffnung und
Verzweiflung!
Wir können nur hoffen, dass kein driaer Weltkrieg ausbricht und die Kriegsparteien endlich
zu der Einsicht gelangen, den Krieg zu beenden. Kriege enden immer verlustreich und
niemals siegreich. Was bleibt sind zerstörte Regionen, viele Kriegsgräber und trauernde
Menschen.
Wir leben in einer globalisierten Welt, in der wir in der Lage sind in kürzester Zeit bis in den
letzten Winkel dieser Erde zu reisen. In der sich Nachrichten sekundenschnell über alle
Erdteile verbreiten. Auf dieser Erde sollten wir eigentlich in der Lage sein friedlich und
auskömmlich nebeneinander zu leben.
Die kriegerischen Konflikte in vielen Regionen belehren uns aber eines Besseren. Solange sich
Herrscher von Habgier, Ehrgeiz, Neid, Wut und Stolz leiten lassen, werden wir wohl kaum
weltweiten Frieden finden.
Vielleicht werden irgendwann die Menschen erkennen, dass die Tugenden Toleranz,
GerechSgkeit, Besonnenheit, AufrichSgkeit, Klugheit und Bescheidenheit sowie die Fähigkeit
zu FreundschaH und Liebe unabdingbare Voraussetzungen für einen Staatslenker sein
sollten.
Wenn es uns dann gelingt, dass alle Völker in dauerhaHer Freiheit, GerechSgkeit und Glück
leben, dann haben wir WelLrieden, der im Übrigen 1945 als Ziel aller PoliSk in der Charta der
Vereinten NaSonen verankert wurde. Ein Ziel, das wir leider bis heute nicht erreicht haben.
In diesem Sinne möchte ich heute unsere Hoffnung auf einen dauerhaHen Frieden mit den
Worten von Mahatma Ghandi zum Ausdruck bringen:
Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg!
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

Liebe Gemeinde,

eigentlich ist es üblich, dass man sich für den Volkstrauertag eine vorgefertigte Rede aussucht, diese noch mit ein paar eigenen Worten verändert und dann vorträgt.

 

In diesem Jahr ist dies bei mir anders, die letzten Monate und vor allem die Geschehnisse am Freitag, haben mich veranlasst Themen anzusprechen, die uns alle beschäftigen.

 

Voriges Jahr habe ich über den ersten Weltkrieg, der vor hundert Jahren ausgebrochen war und vielen junge Menschen und Familien das Leben und damit die Zukunft genommen hat, gesprochen.

 

Im Mai vor siebzig Jahren endete der zweite Weltkrieg zumindest in Europa, in der Welt sollte er noch bis September dauern.
In diesem Krieg schätzte man die Opfer auf 60 bis 70 Millionen Menschen, auch deswegen trauern wir und versammeln uns jedes Jahr an unserem Denkmal, das uns natürlich auch als Mahnmal dient. Die unter uns, die als Kinder und Jugendliche diese Zeit voller Trauer, Leid und Entbehrungen erlebt haben, können beurteilen, wie wichtig es ist, eine friedliche, warmherzige Zeit zu erhalten.

 

Und schauen wir zurück, dann dürfen wir eines nicht vergessen! Vor 70 Jahren mussten 14 Millionen Menschen aus Ost- und Ostmitteleuropa ihre Heimat verlassen. Es war die größte Völkerwanderung seit der Antike! Insgesamt, so schätzt man, hat man vor, im und nach dem zweiten Weltkrieg 60 Millionen Menschen zu Zwangsemigranten gemacht. Das sind ca. 75 % der Einwohner Deutschlands. Wie gesagt, vor noch nicht einmal 80 Jahren.

 

Schaut man sich die Liste der heutigen Kriege an, so sind es zurzeit 38 Konflikte mit kriegerischer Auseinandersetzung auch unter indirekter Beteiligung eigentlich friedlicher Staaten. Egal aus welchem Anlass heraus ein solcher Krieg geführt wird, so erscheint er uns allen als unsinnig und verfehlt, unmenschlich ist er sowieso. Unbeteiligte Menschen und Kinder verlieren ihr Leben, Angehörige werden in Leid und Trauer gestürzt. Warum? Ist es da nicht verständlich, dass diese Menschen unglaubliches auf sich nehmen und diesem Krieg entfliehen wollen? Stehen wir denn heute nicht vor diesem Denkmal, um den Menschen zu gedenken, die damals keine Chance hatten dem Krieg zu entfliehen oder die während ihrer Flucht zum Opfer wurden?

 

Am Freitag wurden 400 km von uns entfernt, in Paris, wahrscheinlich mehr als 130 Menschen getötet. Männer, Frauen und Kinder, die noch Pläne hatten für das Wochenende, für dieses Jahr, für die Zukunft. Ausgelöscht wegen eines Krieges, den wir nicht verstehen und begreifen können. Diese unerträglichen Selbstmordattentate und wahllose Morde an Zivilisten geschehen fast jeden Tag in den Kriegsgebieten.

 

Ich kann Ihnen nicht sagen, welche Lösungen es für diese Kriege gibt, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir denen helfen müssen, die diesem barbarischen Krieg entfliehen wollen. Unsere christlichen Werte sind Barmherzigkeit und Nächstenliebe, deshalb sollten wir den Menschen, die zu uns kommen offen und herzlich begegnen. Vielleicht ist es kein Zufall, dass wir heute vor dieser Herausforderung stehen!

 

Ich kann nicht verstehen, dass es bei uns Menschen gibt, die Flüchtlingsunterkünfte abbrennen und gegen solche Hilfeleistungen, die von uns bereits erbracht werden, auf die Straßen gehen und demonstrieren. Schade, dass unsere Medien diesen Menschen noch eine Plattform bieten und darüber in allen Nachrichtensendungen berichten. Schade, dass solche Menschen noch als Freunde in Facebook ihre Pamphlete veröffentlichen können. Eigentliche sollten uns diese Ereignisse keine Presseberichte wert sein oder diese Personen als Facebook-Freunde gelöscht werden.

 

Vielleicht denke ich zu einfach, aber gemessen an unseren Einwohnern, gehen gerade mal ca. 0,1 % der Menschen auf die Straße, die für sich in Anspruch nehmen: Wir sind das Volk!

Das sind Sie, weiß Gott, nicht! Und, werden es, auch hoffentlich niemals sein....

 

Heute ist ein Tag, an dem wir gemeinsam allen Opfern dieser Kriege gedenken und an dem wir denen Hoffnung geben, die ihre Heimat aus Angst verlassen mussten und hoffentlich bald wieder in Frieden zurückkehren können.

 

Vielen Dank.

 

 

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